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Was Sie schon immer über Kraftstoffe wissen wollten

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Preise, Anwendungen, Herstellung

Die Preise

Die Kraftstoffpreise werden von verschiedenen Faktoren bestimmt. Dazu zählen einerseits die internationalen Rohöl- und Mineralölmärkte, der Kurs des Dollars, der Einfluss von Spekulanten und Hedge Fonds, die Höhe der Steuern und Abgaben, die von Land zu Land stark variieren, die Distributions- und Vermarktungskosten sowie vor allem die jeweilige Wettbewerbssituation.

  • Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden Sanktionen gegen Russland haben zu massiven Verwerfungen und Verknappungen auf den weltweiten Energiemärkten geführt. Rohölpreise sind zwischenzeitlich erheblich angestiegen, ebenso wie Großhandelspreise für Benzin und Diesel auf den internationalen und nationalen Handelsmärkten. Zwar haben sich Rohöl- und Großhandelspreise von den Höchstständen nach Kriegsbeginn wieder teilweise erholt, jedoch verbleiben diese auf erhöhtem Niveau und entwickeln sich weiterhin sehr volatil, was stetige Anpassungen der Kraftstoffpreise an der Tankstelle erforderlich macht (Stand: Januar 2023).

    Abseiten der Entwicklung des Ölpreises, haben gesetzgeberische Maßnahmen generell zu einem Anstieg der Tankstellenpreise geführt. Zum einen erhebt die Bundesregierung seit 2021 eine CO2 Abgabe lt. Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), die zuletzt seit 2022 bei 30 EUR/Tonne CO2 liegt (Stand: 2023), was umgerechnet auf den Kraftstoffpreis und abhängig von der Kraftstoffsorte zwischen 7 und 8 EUR Cent/Liter (netto) beträgt. Die Abgabe wird in den nächsten Jahren sukzessive weiter steigen, auf 55 EUR/Tonne CO2 in 2025. Zudem steigt jährlich die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote), die sich aus dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) ergibt und Inverkehrbringer von Kraftstoffen zwingt, den CO2 Gehalt ihrer Produkte zu senken. Die THG Quote stieg zuletzt von 7% im Jahr 2022 auf 8% in 2023 (jeweils im Vergleich zu 1990) und wird in den Folgejahren ebenfalls ansteigen auf bis zu 25% im Jahr 2030. Die zur Erfüllung der THG-Quote erforderlichen Maßnahmen führen in 2023 zu Mehrkosten von ca. 5 EUR Cent/Liter für E10, ca. 9 EUR Cent/Liter für E5 und ca. 10 EUR Cent/Liter für Diesel.

    Zu beachten ist zudem, dass Kraftstoffpreise im Tagesverlauf schwanken und ein Vergleich von Preisen unterschiedlicher Tageszeitpunkte zwangsläufig zu Differenzen führt. Deutschland gehört innerhalb der EU zu den wettbewerbsintensivsten Märkten. Je nach Wettbewerbsumfeld einer Tankstelle können Preisänderungen ferner unterschiedlich stark ausfallen.

  • Steuern und Abgaben 

    • Energiesteuer für Kraftstoffe:
      • 65 Cent/Liter bei Ottokraftstoffen
      • 47 Cent/Liter bei Dieselkraftstoffen
    • Mehrwertsteuer:
      • 19 Prozent
    • EBV-Abgabe für Pflichtbevorratung:
      • 0,27 Cent/Liter für Ottokraftstoffe
      • 0,3 Cent/ Liter für Dieselkraftstoffe

    Deckungsbeitrag
    Die Vermarktung von Kraftstoffen, Transport und Verteilung sowie der Unterhalt eines modernen Tankstellennetzes kosten viel Geld. Hierfür muss ein Deckungsbeitrag erwirtschaftet werden. Zu den anfallenden Kosten der Vermarktung zählen Vertriebs- und Verwaltungskosten, Spedition zur Tankstelle, Aufwendungen für Investitionen und Umweltauflagen, Grundstücksmieten, Forschungskosten, sowie die Provision der Tankstellenpartner. Sie verkaufen den Kraftstoff als selbständige Unternehmer im Namen und auf Rechnung von Rheinland Kraftstoff. Dafür erhalten sie eine fixe Provision, die unabhängig vom aktuellen Säulenpreis ist.

  • Das hängt von den Entwicklungen an den Märkten ab. Je höher die Volatilität, desto häufiger ändern sich die Preise an den Tankstellen. Je intensiver der Wettbewerb, desto wahrscheinlicher sind Preisbewegungen. Deutschland gehört innerhalb der EU zu den wettbewerbsintensivsten Märkten.

  • Ausschlaggebend für die Preise an der Tankstelle sind die Marktverhältnisse und die Beschaffungskosten und nicht der deutsche Ferienkalender.

    Es gibt jedoch jahreszeitlich bedingte Nachfrageveränderungen bei bestimmten Produkten, die verstärkte Preisausschläge verursachen können. Beispielsweise  steigt im Herbst in der Regel die Nachfrage nach Heizöl und damit nicht nur der Preis für Heizöl sondern auch für Diesel.

  • In Deutschland gibt es zur Zeit  gut 14.000 Tankstellen, die von insgesamt rund 1.500 verschiedenen Tankstellenunternehmen mit durchaus unterschiedlichen Geschäftsmodellen geführt werden. Die Tankstellen stehen untereinander in hartem Wettbewerb. Da Autofahrer selbst bei kleinen Preisdifferenzen zwischen unterschiedlichen Tankstellen zumeist die Station mit den niedrigsten Preisen anfahren, beobachten die einzelnen Tankstellen das Verhalten ihrer benachbarten Mitbewerber genau. Bei Preisreduzierungen in der Nachbarschaft ziehen sie in der Regel so schnell wie möglich nach, um keine Kunden zu verlieren.

    Hinzu kommen Sondereffekte wie zum Beispiel Supermärkte. Sie versuchen über niedrige Kraftstoffpreise an ihren Tankstellen Kunden zum Einkauf in ihren Supermärkte zu bewegen. Tankstellen in ihrer Umgebung können dann nur überleben, wenn sie ihre Preise an die des Billiganbieters annähern.

    Sobald dann einer der Marktteilnehmer unter dem Druck seiner Einstandspreise die Preise nach oben korrigiert, zieht der Wettbewerb in der Regel nach. Nach einer solchen Erhöhung bröckeln die Preise allerdings in Cent-Schritten auch schnell wieder ab. Die Kraftstoffpreise sind somit ständig in Bewegung.

  • Nein, Preisabsprachen sind kartellrechtlich verboten.

  • Maßgeblich für die Entwicklung der Kraftstoffpreise in Europa sind die Notierungen am Spotmarkt in Rotterdam. Hier werden fertige Produkte wie Benzin, Diesel oder Heizöl zur sofortigen Lieferung gehandelt. Ihre Notierungen spiegeln zwar die Entwicklung der Rohölmärkte sowie der Raffinerieerzeugnisse wieder, doch letztendlich bestimmen immer Angebot und Nachfrage den Endpreis.

  • Der weitaus überwiegende Teil des Marktes für Rohöl und Mineralölprodukte wird in US-Dollar abgewickelt. Daher hat jede Änderung des Dollarkurses Einfluss auf den Endverbraucherpreis. Wenn der Dollar gegenüber dem Euro stärker notiert, verteuert sich dadurch die Energieversorgung in der Eurozone. Ein starker Euro hingegen verbilligt den Ölimport und die Energieversorgung.

  • Rohöl und Mineralölprodukte werden auf weltweit organisierten Spot- und Warenterminbörsen gehandelt. In den letzten Jahren gab es verstärktes Interesse von Investoren und Hedgefonds an den internationalen Rohstoffbörsen. Dies hat zu erhöhten Schwankungen der Ölpreise (Volatilität) beigetragen.

  • Die Verordnung zur Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K-VO) ist 2013 in Kraft getreten. Danach sind Unternehmen, die öffentliche Tankstellen betreiben oder über die Preissetzungshoheit an diesen verfügen, verpflichtet, Preisänderungen bei den gängigen Kraftstoffsorten Super E5, Super E10 und Diesel „in Echtzeit“ (= spätestens 5 Minuten nach der Änderung) an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zu melden. Diese wird die eingehenden Kraftstoffpreisdaten an Anbieter von Verbraucher-Informationsdiensten zum Zwecke der Verbraucherinformation weitergeben.

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  • Das Bundeskartellamt hat festgelegt, dass sich von den derzeit rund 14.000 Tankstellen in Deutschland mindestens 13.000 an der Meldung der Grunddaten beteiligen müssen, damit sich eine aussagekräftige, flächendeckende Informationsübersicht erstellen lässt. RK sendet entsprechend der Vorgaben des Bundeskartellamtes seit dem 26.08.2013 die geforderten Grunddaten (Adresse, Standard-Öffnungszeiten, u.a.) – sowie Preisdaten (jede Änderung der Kraftstoffpreise für Super E5, Super E10 und Diesel spätestens 5 Minuten nach Änderung an der Zapfsäule) an die Markttransparenzstelle.

  • Rheinland Kraftstoff ist verpflichtet, innerhalb von maximal fünf Minuten jede Kraftstoffpreisänderung von Super E5, Super E10 und Diesel zu melden, auch wenn es beispielsweise nur ein Produkt oder eine Tankstelle betrifft.

  • Die Preisverantwortlichen sind verpflichtet, innerhalb von maximal fünf Minuten der Markttransparenzstelle ihre neuen Kraftstoffpreise für Super E5, Super E10 und Diesel zu melden. Diese Kraftstoffpreisdaten stellt die Markttransparenzstelle dann den Verbraucherinformationsdiensten zur Verfügung. Damit die Kraftstoffpreisinformationen den Autofahrern zugänglich gemacht werden können, müssen die Verbraucherinformationsdienste die Kraftstoffpreisdaten für die eigene Darstellung noch aufbereiten. Durch diese Bearbeitungsphase kann es unterschiedliche Kraftstoffpreisinformationen geben.


Schon mal darüber nachgedacht?

Erfolg entsteht, wenn zwei sich zusammenschließen, die dasselbe Ziel haben.

– Frank Heister (Networkmarketing Guru) –

Über Rheinland Kraftstoff

Die Rheinland Kraftstoff GmbH betreibt seit über 40 Jahren ein Tankstellennetz, welches sich über das gesamte Bundesgebiet erstreckt und ist damit das größte mittelständische Unternehmen seiner Art auf dem deutschen Markt.

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